Sushi_Party_01

Sushi-Party

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Zu meinem Geburtstag gab es einen japanischen Themenabend. In diesem Beitrag findet ihr alles was das japanische Herzle höher schlagen lässt. Von Gyoza über Sushi-Varianten, zu Wakame und Edamame und zu guter Letzt ein schwarzes Sesameis ohne Eismaschine. Besser kann man an seinem Ehrentag nicht speisen. 

Meine Liebe zu Sushi ist noch ziemlich jung und auch sehr speziell. Denn das was bei vielen das Sushi ausmacht kommt mir nicht in die Tüte… ähm … Mund. Also ich mag keinen Fisch. Weder roh noch in irgendeiner anderen Form. Eigentlich kann man sagen ich esse nichts was aus dem Wasser kommt. Aber es gibt eine Ausnahme .. ich liebe Algen! 😀 Klingt komisch und widersprüchlich? JA, genau dass trifft auf mich besonders gut zu! 😀

Back to topic … Wir wollten einen japanischen Abend machen der natürlich Sushi enthält, aber auch noch andere Spezialitäten aus Japan aufgreift.

Hier unser japanisches Menü für die Sushi-Party mit 8 Personen:

  • Gyoza
  • Fisch Sushi
  • Veggie Sushi
  • Non Fish Sushi
  • Tamago
  • Edamame
  • Wakame
  • Gurkensalat
  • Schwarzes Sesameis

Vom zeitlichen Ablauf her … plant euch einiges an Zeit ein … Das hier ist Slowfood in Perfektion! 2- 2,5 Stunden solltet ihr einplanen bzw. das Eis schon am Vortag vorbereiten.

–  1 Tag

  • Schwarzes Seameis

Am Abend

  • Gyoza
  • Sushi Reis
  • Wakame
  • Gurkensalat
  • Sushi Rollen
  • Tamago
  • Edamame

Rezepte für den japanischen Themenabend:

Gyoza

Ich glaube jedes Land hat seine eigene Art von „Maultäschle“. Bei den Italienern sind es Ravioli, bei den Polen die Piroggen und in Japan sind es Gyoza. Besonders macht die Teigtäschen dass sie unten gebraten sind und der Rest wird gedämpft.

Zutaten:
2 Pck Gyoza-TK Platten (Asia-Laden)
200 – 300 g Hackfleisch
2 Pck Pilze // fein hacken
1 Bd Frühlingszwiebeln // feine Streifen
1 Pck Glatte Petersilie // fein hacken
Ingwer // fein hacken
Knoblauch // fein hacken
Sojasauce
Salz & Pfeffer
Kokos- oder Sesamöl
Wasser

Für die Veggie-Variante lässt man einfach das Hackfleisch weg.

Alle Zutaten in einer Schüssel gut vermengen.
Auf jedes Gyoza-Teigblatt ca. 1 Teelöffel der Füllung geben. Den Rand mit Wasser befeuchten, dann die Hälfte des Teigblatts über die Füllung klappen und die Ränder in Falten legend aneinander drücken.
In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen und die Gyozas hineinlegen. Nur kurz anbraten, dann etwas Wasser hineingießen und zugedeckt 5-6 Minuten dämpfen. Den Deckel weg nehmen und das restliche Wasser verdampfen lassen. Dann noch etwas Öl hinzugeben und die Gyozas nur von der Unterseite goldbraun anbraten.

Sushi

Das tolle an Sushi ist ja, dass man seiner Fantasie und seinem Gusto freien lauf lassen kann.  Man kann so ziemlich alles in ein Nori-Blatt rollen und verspeisen, somit ist es auch für größere Gruppen geeignet, da man viele verschiedene Varianten machen kann. So mag ich das!

Den Sushi Reis zu kochen ist auch so eine Wissenschaft für sich … 😉

Zutaten:
500 g Sushi Reis
Reisessig

Idealfall: Ca. 1 Stunde bevor der Reis gekocht werden soll, wird der Reis gewaschen.
In einer Schüssel mit kaltem Wasser wird der Reis gewässert und umgerührt.
Das getrübte Wasser abgießen und durch frisches ersetzen, diesen Vorgang so lange wiederholen bis das Wasser klar bleibt.
Dann den Reis wenn möglich eine halbe Stunde abtropfen lassen.

Reallife: In einer Schüssel mit kaltem Wasser wird der Reis gewässert und umgerührt.
Das getrübte Wasser abgießen und durch frisches ersetzen, diesen Vorgang so lange wiederholen bis das Wasser klar bleibt.

Den abgetropften Reis mit Wasser und einem Streifen vom Nori Blatt in einen Topf geben und mit geschlossenem Decken und mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Kurz vor dem Aufkochen das Algenblatt entfernen.
Wenn der Reis kocht, die Platte auf niedrige Stufe schalten und den Reis ca. 10 min. dämpfen. Während des ganzen Vorganges den Deckel nicht abnehmen.
Im Anschluss den Topf vom Herd nehmen und den Reis weiterhin mit geschlossenem Deckel 10 min. stehen lassen.

Danach den Reis in eine Holzschüssel geben und mit der Essigmischung vermengen.
Die ideale Temperatur hat der Reis bei Zimmertemperatur.

Sushi rollen

Zutaten:
Zimmerwarmer Sushireis

Tunfisch + Lachs // in feine Streifen
Avocado // in feine Streifen
Gurken // in feine Streifen
Paprika rot // in feine Streifen
Karotten // in feine Streifen
Serrano Schinken
Rucola
Frischkäse (natur)
Wasabi

Zwischen Reis und Bambusmatte eine Lage Frischhaltefolie legen, so bleibt kein Reis an der Matte kleben.

Die Norialge mit der glänzenden Seite nach unten auf die Bambusmatte legen. Der Reis wird etwa 1 cm hoch auf dem Algenblatt verteilt, am oberen Rand bleiben 2 cm und sonst 1 cm frei. Mit etwas Essigwasser an den Händen, bleibt der Reis weniger kleben. Die Füllung quer in das untere Drittel geben, zum Beispiel Lachs- oder Gurkenstreifen, mit ein bisschen Wasabi und /oder Frischkäse.

Das Noriblatt mit leichtem Druck und mit Hilfe der Bambusmatte um die Füllung rollen. Die Rolle noch einmal andrücken und mit einem großen, sehr scharfen Messer in gleichmäßige Stücke schneiden. Damit die Stückchen auch gleich groß werden, die Rolle erst halbieren, nebeneinander legen und wieder halbieren. So lange fortfahren, bis die Rolle in acht kleine oder vier größere Sushistückchen geschnitten ist.

Messer leicht anfeuchten, so lassen sich die Rollen leichter schneiden. Auf einer Servierplatte oder einem Brett das Sushi anrichten und servieren.

 

Algensalat / Wakame

1/2 Tüte getrocknete Wakame (ca. 30g)
2 EL Sesamöl
2 EL Reisessig
1 EL Limettensaft
1 TL frisch geriebener Ingwer
1 TL brauner Zucker
1 kleine Knoblauchzehe, gepresst
Chili frisch oder Pulver nach Geschmack
Sojasauce nach Geschmack
1 EL Sesam

Den Tang mit heißem Wasser übergießen und eine Viertelstunde quellen lassen. Dann mit kaltem Wasser abspülen und ausdrücken. Alle Zutaten außer Tang und Sesamsamen miteinander mischen.

Die Sauce über den Tang geben, noch einmal mischen und Sesamsamen darüber streuen.
Mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Der Salat verträgt aber auch mehrere Stunden Ruhezeit.

 

Japanischer Gurkensalat

Lecker und schnell gemacht als gesunde Beilage auf dem japanischen Buffet.

Zutaten

Gurke // in dünne Scheiben geschnitten
Reisessig
Sojasauce
Chillisauce
Zucker
Knoblauch // fein gehackt
Ingwer // fein gehackt
Öl
Sesam

Die Gurke in feine Scheiben schneiden oder hobeln und aus den restlichen Zutaten ein Dressing herstellen und alles gut vermischen und durchziehen lassen.

Japanischer Gurkensalat
Japanischer Gurkensalat

 

Tamagoyaki

Tamago ist ein japanisches Omlette, welches leicht süßlich schmeckt. Ich persönlich finde es genial und als ich es für mich entdeckt habe, gab es eine Woche lang jeden Abend Tamago.
Wir hatten leider keine helle Sojasauce, daher sah unser Ei nicht so schön gelb aus wie sonst, aber geschmacklich war es dennoch super!

Zutaten:
6 Eier
1 TL helle Sojasauce
2 EL Zucker
1 Prise Salz
1 EL Reiswein
Öl zum Braten

Für das Omelett die Eier in einer Schüssel aufschlagen, 2 EL Wasser, Sojasauce, Zucker, Salz und Reiswein zu den Eiern geben und gut verquirlen, nicht schaumig schlagen.

Aus der Eiermasse in einer geölten Pfanne ein etwa 2 cm dickes asiatisches Omelett backen. Dazu eine heiße Pfanne mit Öl einpinseln, dann eine dünne Schicht Eimasse in die Pfanne gießen und bei mittlerer Hitze leicht stocken lassen, Blasen aufstechen. Das gestockte Ei mit Hilfe einer Palette zweimal zu einem ca. 6 cm breiten Stück übereinanderschlagen. Den freien Platz in der Pfanne mit wenig Öl einpinseln, eine dünne Schicht Eimasse eingießen, sofort die dickere Omelettschicht kurz anheben, damit etwas von der flüssigen Masse darunter laufen kann und kurz stocken lassen, dann mit Hilfe der Palette das Omelettstück um die gerade dickere Eischicht schlagen. So fortfahren, bis die gesamte Eimasse verbraucht und das Omelett ca. 2 cm dick ist.

Mit der Sushi-Matte in Form bringen und in fingerbreite Stücke schneiden.

Ha ha ha … Die Teilchen waren so lecker, die haben es keine 10 Sek. auf dem Tisch durchgestanden, sondern waren ratzfatz verputzt! 😀

Tamago
Tamago / Tamagoyaki – Japanisches Omlette

 

Edamame

Edamame ist eine ganz große Liebe. Die Sojabohnen eignen sich auch super als gesunder Snack zwischendurch. In den meisten Asialäden sind die Bohnen im TK-Bereich zu finden.

Salzwasser zum Kochen bringen. Edamame ca. 8-10 min. kochen.
Mit Salz /Sojasauce, Chillisauce und Chilliflocken bestreuen.

Edamame_01
Edamame_01

 

Schwarzes Sesameis

Einen japanischen Nachtisch zu finden war gar nicht so einfach. Ich habe mich dann aber an diverse japanische Restaurants erinnert, wo u. a. schwarzes Sesameis serviert wurde. Ich muss allerdings sagen, dass mir dieses Rezept besser geschmeckt hat, als das was mir bisher auswärts vorgesetzt wurde. 😉  Mich hat das Eis durch seine Cremigkeit und seinen intensiven Sesamgeschmack echt umgehauen!

100 Gramm schwarzer Sesam
100 Gramm Zucker
200 Gramm Mascarpone
300 Gramm Milch
3 Eigelb
1 Päckchen Vanillezucker

Zuerst den Sesam mit 50 gr Zucker in einer beschichteten Pfanne leicht anrösten und anschließend abkühlen lassen.
Die abgekühlte Masse in den Mixer geben und pulverisieren. Das Eigelb, den Vanillezucker und den restl. Zucker cremig schlagen.
Danach die Mascarpone hinzufügen und zu einer gleichmäßigen Masse verarbeiten.
Die Milch hinzufügen und langsam das Sesampulver einrieseln lassen.
Als Letztes noch die Masse für ca. 7 – 10 Minuten unter rühren erhitzen. Aber Achtung: Ei stockt ab 80 Grad, daher nicht zu heiß werden lassen!
Sobald die Creme abgekühlt ist muss sie für mind. 6 Stunden in die Gefriertruhe und etwa alle 30-60 Minuten durchgerührt werden oder wenn vorhanden
in eine Eismaschine geben.
Da ich keine Eismaschine besitze, habe ich das Eis am Abend nochmal in den Mixer gegeben und durchgeschlagen.
Während der Zubereitung war das Eis noch in der TK, als wir zum Essen übergegangen sind habe ich das Eis in den Kühlschrank gestellt und
als wir dann für den Nachtisch bereit waren, konnte man das Eis schön abstechen.

 


Hier noch ein paar weitere Impressionen des wunderbaren Abends …

Bon Appetit.

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